Willkommen in den Hammer Weinen – habt eine gute Zeit!

Unsere Öffnungszeiten:

Oktober bis März; Dienstag bis Sonnabend ab 17 bis 23 Uhr.

April bis September; Dienstag bis Sonnabend ab 16 Uhr bis 23 Uhr

Küche von 17:30 bis 21:00 Uhr

Montag ist unserer Ruhetag.

Sonntags öffnen wir nur für besondere Veranstaltungen – etwa für Lesungen, Vorträge oder den „Hammer Kultursalon.“

Wenn Ihr reservieren möchtet: Entweder während der Öffnungszeiten anrufen (040 2489 7500), besser jedoch eine Mail senden: info@hammer-wein.de (nutzt hierfür gerne auch unser Kontaktformular)

Ihr findet uns in der Riesserstraße 9 in 20535 Hamm-Nord. Die Buslinie 530 hält praktisch vor unserer Tür, die Hochbahn-Stationen der Linien U1 (Ritterstraße), U2 und U4 (Burgstraße), sowie die S-Bahn-Haltestellen Hasselbrook und Landwehr (S 1), sind fußläufig in jeweils etwa acht bis zehn Minuten erreichbar.

Foto: Martina van Kann

Liebe Freundinnen und Freunde unserer kleinen Kultur-Tankstelle…

… vielleicht eine der wichtigsten Verhaltensweisen für die Betreiber lautet:Innen einer sog. „Individual-Gastronomie“ wie den Hammer Weinen: Lerne leiden, ohne zu klagen – oder klage, ohne zu leiden. Und wer sich zurzeit – zum Beispiel auf Instagram tummelt – lernt jede Menge Gastronominnen und Gastronomen kennen, die sich wortreich darüber auslassen, „wie schrecklich sich manche Gäste benehmen würden“, „wie egoistisch und ungeduldig die Menschen geworden seien“, „wie knauserig sich Gäste bezüglich des Trinkgeldes neuerdings verhalten würden“ und so weiter und so fort. Irgendwie klingt das alles nach einer Art „Publikumsbeschimpfung“ (Peter Handke).

Vielleicht kommt es nur auf die Brille an, durch die man schaut. Oder aufs Gemüt. Kein Zweifel: Fakt ist, dass dieses wunderbare Gewerbe sich zurzeit in einer mittelschweren Krise befindet. Seriöse Umfragen deutscher Wirtschaftsinstitute berichten von Umsatzrückgängen von bis zu 25 Prozent durch das veränderte Konsumverhalten der Gäste – kein Wunder, wenn inzwischen so viele Menschen ein halbes Nettogehalt fürs Wohnen ausgeben müssen, wenn die Tankfüllung eines Kleinwagens zwischen 65 und 85 Euro kostet, wenn ein „normaler“ Einkauf im Supermarkt mal eben einen Hunderter vernichtet oder die einwöchige Pauschal-Urlaubsreise nach Mallorca nicht mehr unter einem Tausender zu haben ist. Fakt ist deshalb auch: Essen oder – wie in diesem Fall – einen gepflegten Wein trinken zu gehen wird offenbar immer mehr zu einem luxuriösen Vergnügen.

Doch die enorm gestiegenen Lebenshaltungs- Lohn- Betriebs- und Energiekosten (um knapp 30 Prozent in den vergangenen 18 Monaten) stellen neben unserenanderen Mitbewerbern auch die Hammer Weine Tag für Tag vor ziemlich große, häufig auch neue Herausforderungen, denen wir jedoch dauerhaft nicht mit der sich ununterbrochen nach oben drehenden Preisspirale stellen können. Ist ja schon verrückt, dass ein russischer und ein amerikanischer Präsident aufgrund ihrer irrationalen Kriegslust anscheinend direkten Einfluss auf eine kleine Weinbar in Hamburg-Hamm (Nord) ausüben?! Ja, wir haben deswegen einige Preise – vor allem im Speisenbereich – moderat um 50 Cent bis zu einem Euro erhöhen müssen; wir mussten unsere „Happy Hour“ beerdigen (die ja eigentlich gar keine echte Happy Hour gewesen ist) und ja, wir haben auch unsere Getränke- bzw. Ausschankkarte geändert; allerdings mit nur ganz wenigen angepassten Preiserhöhungen für einzelne Produkte. Beschwerden daher bitte direkt an den Kreml und ans Weiße Haus richten.

Doch die alles entscheidende Frage lautet: Interessiert das Gemoser und Gewimmer – ob berechtigt oder unberechtigt – die Gäste überhaupt?

Wir wollen nämlich nichts anderes, als dass Ihr in den Hammer Weinen eine gute Zeit habt. Und dass Ihr auf eine möglichst ansprechende Art entschleunigt und – am liebsten – einen oder mehrere Weine genießen könnt. Draußen auf der Terrasse wie drinnen.

Wie schön also, dass trotz der unruhigen wirtschaftlichen Zeiten immer mehr Bewohner:Innen (Nachbarn!) aus unserem Quartier unsere kleine Weinbar entdecken. Manchmal zwar erst nach vielen Jahren („Wir wohnen nämlich schon seit neun Jahren in Hamm – gleich um die Ecke!“), aber wir finden es wirklich großartig, dass Ihr es jetzt endlich geschafft habt – keine Ironie. Interessant ist und bleibt es allerdings, dass es sich ausgerechnet gegenüber, in den Straßen auf der anderen Seite der sechsspurigen Sievekingsallee, also praktisch „nur“ einen (weiten) Steinwurf entfernt, offenbar immer noch nicht so richtig herumgesprochen hat, dass es die Hammer Weine gibt. Dafür in Eilbek, auf der Uhlenhorst, in Winterhude und Barmbek und sogar in Eppendorf, Norderstedt und Rissen. Aber das ist eine andere Geschichte und soll nächstes Mal erzählt werden.

Habt eine gute Zeit!

Herzlich grüßen Andrea, Ben, Bogdan, Christopher, Ela, Ingrid, Juliane, Karlo, Nicole I und Nicole II, Susanne, Thomas und Euer

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Reservierungen am besten per E-Mail an:

info@hammer-wein.de

P.S.: Es kann immer mal wieder passieren, dass ausgerechnet euer Lieblingswein ausverkauft oder ausgetrunken; also erst im nächsten Jahr wieder lieferbar ist, denn Trauben müssen nun auch mal wachsen und Weine müssen reifen. Für diesen Fall bieten wir Euch selbstverständlich Alternativen an, auch wenn wir Euch gleichzeitig um Geduld bitten müssen, bis „Euer“ Nachschub eintrifft.

Foto: privat